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Kellerabdichtungen

Vorbemerkungen:

Feuchtigkeit ist die Ursache für fast alle Arten von Bauschäden. Daher hängt die Gebrauchstauglichkeit und Lebensdauer eines Bauwerkes entscheidend von seiner Dichtigkeit ab. Das gilt für Dächer, Fassaden, Sockel und vor allem für Kellergeschosse. Feuchtigkeit in den Kellerwänden führt auf Dauer zu erheblichen Schäden. Hierbei wird nicht nur die Bausubstanz zerstört, es können sich auch gesundheitsschädliche Pilze oder Mikroorganismen entwickeln. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein intaktes Gebäude sind daher dichte und somit trockene Wände.

Wirkung und Beständigkeit einer Bauwerksabdichtung hängen von ihrer fachgerechten Planung und Ausführung ab. Für die Abdichtung erdberührter Bauteile im Neubau gilt die aktuelle Fassung der DIN 18195 Teil 1 – 10. Einige der hier genormten Verfahren sind auch auf den Sanierungsfall übertragbar. Dennoch lassen sich viele, bereits allgemein anerkannte Verfahren der Bauwerksabdichtung nicht normgerecht planen. Um diese Lücke zu schließen und eine Regelung für praxisbewährte Abdichtungsmethoden zu schaffen, hat der Wissenschaftlich-Technische-Arbeitskreis für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA) das WTA-Merkblatt 4 –6 „Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile“ erarbeitet. Dieses Merkblatt beschreibt die Sanierung von der Bestandsaufnahme über die Planung bis zur Ausführung der Bauwerksabdichtung. Eine weitere Planungshilfe stellt die Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen erdberührter Bauteile (KMB-Richtlinie) dar. Als ergänzender Leitfaden für die DIN 18195 bietet diese dem Planer und Verarbeiter detaillierte Informationen über den Umgang mit den KMB-Richtlinien.

Nachfolgend erläutern wir typische Feuchteschäden an erdberührten Gebäudeteilen und erklären im Anschluss daran unserem auf die jeweiligen Einzelfälle zugeschnittenen Sanierungsverfahren.

 

Ursachen für Bauschäden an erdberührten Bauteilen

Wasser und Salze verursachen den größten Teil aller Bauschäden. Sichtbare Folgen sind Feuchtehorizonte und Gefügezerstörungen, Absanden, flächiges Abplatzen oder schlimmstenfalls eine vollständige Substanzzerstörung. mehr

Schadensanalyse: Probenentnahme

Eine zielgerichtete Probenentnahme ist die Voraussetzung für aussagekräftige Untersuchungsergebnisse. Untersucht werden Proben an verschiedenen stark geschädigten, Bauteilen bzw. Baustoffen. Um die Inhomogenität eines... mehr

Rohrdurchführungen nachträglich von außen abdichten

Je höher die Belastung, desto sorgfältiger muss auf die Sicherheit der besonders sensiblen Bereiche einer Bauwerksabdichtung geachtet werden. Durchdringungen gehören dazu. Sie sind ein potentieller „wunder Punkt”. mehr

Abdichtung von innen (Negativabdichtung)

Eine echte Alternative zur nachträglichen Außenabdichtung ist ein Abdichtungssystem auf der Innenseite der Kellerwand. Zur Gewährleistung von Qualität und Dauerhaftigkeit ist eine sorgfältige Untergrundvorbereitung unverzichtbar. mehr

Drucklose Mauerwerksinjektion

Nachträgliche Querschnittsabdichtungen, die mittels Injektionsverfahren ins Mauerwerk eingebracht werden, haben sich bei fachgerechter Planung und Ausführung bewährt. Mithilfe derartiger Horizontal sperren wird der kapillare Feuchtetransport... mehr

Es werden vier Lastfälle unterschieden

Die Beständigkeit einer Bauwerksabdichtung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wesentlich hierbei ist zunächst die richtige Auswahl des Abdichtungssystems, in Abhängigkeit von der Art der Wasserbeanspruchung. mehr

Abdichtungsverfahren im Einzelfall

Nachträgliche Außenabdichtungen erdberührter Bauteile erfordern eine erhöhte Sorgfalt bei Planung und Ausführung. Nach der Freilegung des abzudichten Bauteils müssen Art und Beschaffenheit der vorhandener Abdichtung beurteilt werden. mehr

Rohrdurchführungen nachträglich von innen abdichten

Durchdringungen wie Rohrdurchführungen für Strom, Wasser und Gas sind eine Herausforderung bei jeder Kelleraußenabdichtung. Bei einer fehlerhaften Ausführung konnte bisher nur die kostenintensive Ausschachtung und erneute Abdichtung der Fehlstelle... mehr

Betonsohlenabdichtung

Eine vollständige Innenabdichtung bezieht immer die Bodenplatte mit ein. Eine besonders hochwertige und flexible Ausführung nach Stand der Technik wird mit dem Remmers KMB-System erreicht. Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen... mehr

Mauerwerksinjektion mit Niederdruck

Bei einem Druck von ca. 5 bar wird das Mauerwerk über ein Packersystem sichtbar durchtränkt. Das Verfahren hat den Vorteil, dass größere Mengen Wirkstoff schnell, kontrolliert und sicher eingebracht werden können. Mit einer ... mehr

Kooperationspartner

Unser Baustofflieferant und Kooperationspartner im Bereich Bauwerksabdichtung ist die Firma Remmers Baustofftechnik GmbH in Löningen. Seit über 60 Jahren ist Remmers der Spezialist schlechthin für... mehr

Bituminöse Abdichtung am Altbau

Bei bituminösen Altabdichtungen muss vor Beginn der Arbeiten der feste Verbund zum Untergrund geprüft und lose, haftungsmindernde Bestandteile entfernt werden. Nur in Einzelfällen ist das komplette Entfernen der Altabdichtung notwendig. mehr

Dehnungsfugen

Am Bauvorhaben vorhandene Bewegungsfugen erfordern trotz der exzellent rissüberbrückenden Eigenschaften der Remmers KMB besondere Lösungen: Sie werden im System mit dem Remmers Fugenband abgedichtet. Dieses Spezialband ist mit einer Zugzone... mehr

Risssanierung

Risse oder Hohlstellen in Kellern sind häufig gekoppelt mit Wassereinbrüchen. Sie beeinträchtigen nicht nur die Nutzung, sondern führen zu massiven Schäden der Bausubstanz. Um diesen Schäden richtig und dauerhaft zu begegnen, ist... mehr

Schleierinjektion

Schleierinjektionen kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein Ausschachten der betroffenen Keller aufgrund von Überbauungen oder anderen Widrigkeiten (z. B. Rohrleitungen) nicht durchgeführt werden kann. Grundsätzlich können... mehr

Ursachen für Bauschäden an erdberührten Bauteilen

Wasser und Salze verursachen den größten Teil aller Bauschäden. Sichtbare Folgen sind Feuchtehorizonte und Gefügezerstörungen, Absanden, flächiges Abplatzen oder schlimmstenfalls eine vollständige Substanzzerstörung. Darüber hinaus wirkt durchfeuchtetes Mauerwerk gesundheitsschädigend auf Nutzer und Bewohner. Raumhygienische Belastungen wie z. B. Schimmelpilze treten an durchfeuchteten Bauteilen i. d. R. in Kombination mit Geruchsbelästigungen auf. Zur Instandsetzung derart komplexer Schadensprozesse sind Standardprodukte in aller Regel überfordert. Sie erzielen nicht den gewünschten, langfristigen Erfolg. Hier müssen Spezialbaustoffe, wie hochsulfatbeständige Abdichtungs- und Sanierputzsysteme, verwendet werden, s. Abbildung 1.

 

Abb. 1

 

Erläuterungen zu Abbildung 1:

1. Regen- und Spritzwasser
Feuchtigkeit dringt aufgrund einer fehlenden oder defekten Sockelabdichtung von außen in das Mauer werk ein.

2. Hygroskopische Feuchte

Im Mauerwerk vorhandene Salze haben die Eigenschaft, die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufzunehmen (Hygroskopizität) und sie im Baustoff abzulagern.
 
3. Kondensation
Auf kälteren Flächen, die aufgrund von Wärmebrücken oder durchfeuchtetem Mauerwerk entstehen, kann der im Raum vorhandene Wasserdampf auf der Bauteiloberfläche zu Wasser kondensieren.
 
4. Feuchtigkeit von außen
Feuchtigkeit dringt durch eine fehlende oder defekte Außenabdichtung in das Mauerwerk und / oder die Boden platte ein.
 
5. Aufsteigende Feuchtigkeit
Feuchtigkeit dringt aufgrund einer defekten oder fehlenden Horizontalsperre und / oder durch die defekte oder fehlende Außenabdichtung in das Mauerwerk ein und steigt kapillar nach oben auf.

 

Es werden vier Lastfälle unterschieden

Vorbemerkung

Die Beständigkeit einer Bauwerksabdichtung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wesentlich hierbei ist zunächst die richtige Auswahl des Abdichtungssystems, in Abhängigkeit von der Art der Wasserbeanspruchung. Hierbei werden vier Lastfälle unterschieden, die in der DIN 18195, Teile 4 –6 definiert sind. Die Einstufung erfolgt anhand des Bemessungswasserstandes sowie der Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Der Bemessungswasserstand wird nach DIN 18195-1 wie folgt definiert:

„Der höchste nach Möglichkeit aus langjähriger Beobachtung ermittelte Grundwasser- /Hochwasserstand und bei von innen drückendem Wasser der planmäßige Wasserstand.“

Kann die Wasserdurchlässigkeit eines Bodens nicht zweifelsfrei festgestellt werden, muss entweder ein höherer Lastfall angenommen oder Klarheit durch ein Bodengutachten geschaffen werden.

 

DIN 18195 – Teil 4, Bodenfeuchte

Bodenfeuchte ist im Erdreich kapillargebundenes Wasser, welches sich auch gegen die Schwerkraft durch Kapillarkräfte fortbewegen kann. Bodenfeuchte ist als Mindestbeanspruchung immer im Erdreich vorhanden. Dieser geringste Lastfall kann nur angenommen werden, wenn das Baugelände bis zu einer ausreichenden Tiefe unter der Fundamentsohle (inkl. Verfüllmaterial der Baugrube) aus nicht bindigem Boden besteht. Gemeint ist hierbei Sand oder Kies mit einem Durchlässigkeitsbeiwert von k > 10 -4 m/s. Oberflächen- und Regenwasser kann bis zum freien Grundwasserstand absickern, ohne hydrostatischen Druck auf die Abdichtung auszuüben, s. Abbildung 2.

Abb. 2


DIN 18195 – Teil 4, Nichtstauendes Sickerwasser

Nichtstauendes Sickerwasser beansprucht die Abdichtung genauso wie der Lastfall Bodenfeuchte, wenn ein Dräinagesystem gemäß DIN 4095 eingebaut ist. Dieses besteht aus einer nach verbindlichen Einbauvorschriften gelegten Ringdränage und Dränelementen im Wandbereich, die zugleich als Schutzschicht der Bauwerksabdichtung fungieren, s. Abbildung 3.

Abb. 3

 

DIN 18195 – Teil 6, zeitweise aufstauendes Sickerwasser

Zeitweise aufstauendes Sickerwasser übt einen hydrostatischen Druck auf die Abdichtung aus. Durch bindigen Boden kann das Wasser nicht schnell genug zum Grundwasser absickern und staut sich von unten nach oben auf. Die maximale Gründungstiefe liegt bei 3 m unter GOK. Der Bemessungswasserstand muss mindestens 300 mm unter der Unterkante der Bodenplatte liegen. Er ist möglichst aus langjährigen Beobachtungen zu ermitteln, s. Abbildung 4.

Abb. 4

 

DIN 18195 – Teil 6, von außen drückendes Wasser

Von außen drückendes Wasser ist für die Abdichtung die gleiche Beanspruchung wie der Lastfall zeitweise aufstauendes Sickerwasser. Im Unterschied dazu liegt der Bemessungswasserstand weniger als 300 mm unter der Unterkante der Bodenplatte. Da kunststoffmodifizierte Bitumenabdichtungen (KMB) in der DIN 18195 für diesen Lastfall nicht erwähnt sind, ist ein gesonderter Bauvertrag nach der VOB Teil C notwendig. Kunststoffmodifizierte Bitumenabdichtungen (KMB) im Kiesol-System werden seit Jahrzehnten für die Abdichtung bei diesem Lastfall erfolgreich eingesetzt, s. Abbildung 5.

 

Abb. 5

 

Kooperationspartner

Unser Baustofflieferant und Kooperationspartner im Bereich Bauwerksabdichtung ist die Firma Remmers Baustofftechnik GmbH in Löningen.

Seit über 60 Jahren ist Remmers der Spezialist schlechthin für jede Bauwerksabdichtung. Tausendfach bewährte Standardlösungen stehen neben besonders schnellen und dadurch wirtschaftlichen Systemen und vor allem neben objektspezifischen Speziallösungen. Die Kombination aus hochwertigen Produktsystemen, individuellen Dienstleistungen und nachhaltigem Wissenstransfer verdeutlicht insbesondere die starke Marktposition der familiengeführten Remmers Gruppe. Remmers hat den Holz- und Bautenschutz sehr früh für sich entdeckt und ist heute europaweit führend in diesen Sektoren. Dieser Erfolg wird durch zahlreiche prominente Referenzobjekte belegt und basiert auf dem maßgeschneiderten Einsatz der verschiedenen Produktsysteme. Es gilt das Prinzip, nicht die stereotype Anwendung eines Universalproduktes zu empfehlen, sondern individuelle Lösungen zu finden. Zur Homepage von Firma Remmers

 
Schadensanalyse: Probenentnahme

Eine zielgerichtete Probenentnahme ist die Voraussetzung für aussagekräftige Untersuchungsergebnisse. Untersucht werden Proben an verschiedenen stark geschädigten, Bauteilen bzw. Baustoffen. Um die Inhomogenität eines Mauerwerksquerschnitts zu erfassen, müssen die Proben eine ausreichende Größe besitzen. Die Proben werden an Messachsen in unterschiedlicher Höhe (Höhenprofil) und Tiefe (Tiefenprofil) entnommen. So erhält man Aussagen zur Feuchte- und Schadsalzverteilung im Mauerwerk; die Schadensursachen werden erkennbar.

 

Analyse

Um ein geeignetes Sanierungskonzept zu entwickeln, müssen Ursache und Umfang der Bauschäden erkannt, messtechnisch erfasst und dokumentiert werden. Im Fokus stehen vornehmlich Schadsalze und Baustofffeuchte sowie bauphysikalische Randbedingungen. Im Zusammenhang mit den objektspezifischen Gegebenheiten lässt sich eine wirtschaftliche Sanierung planen, ganz gleich, ob es sich um den Keller eines Einfamilienhauses oder einen historischen Gewölbekeller handelt. Zur Untersuchung von Baustoffproben sind häufig moderne Analysemethoden notwendig. Wir kooperieren bei der Analyse mit dem Zentrale-Analytik-Labor der Firma Remmers.

Konzeption

Auf Grundlage der Schadensermittlung erarbeiten wir einen Sanierungsvorschlage mit dem bestmöglichen Preis/Leistungsverhältnis. Für das spezielle Segment der Instandsetzung von Großprojekten stehen uns im Bedarfsfalle Techniker aus den Fachabteilungen der Firma Remmers zur Verfügung.

 

Abdichtungsverfahren im Einzelfall

Vorbemerkung: Nachträgliche Außenabdichtungen erdberührter Bauteile erfordern eine erhöhte Sorgfalt bei Planung und Ausführung. Nach der Freilegung des abzudichten Bauteils müssen Art und Beschaffenheit der vorhandener Abdichtung beurteilt werden. Durch den Einbau im Erdreich entstehen für die Abdichtung trotz angepasstem

Schutzsystem extreme Belastungen durch Erddruck und Wasser. Herkömmliche KMB-Systeme zeigen infolge dieser Belastungen häufig eine deutliche Abnahme der Schichtdicke. Dies kann nachträglich zu deutlich geringeren, als den geforderten Mindesttrockenschichtdicken nach DIN 18195 führen, und damit Bauschäden verursachen.

 

Bituminöse Abdichtung am Altbau

Bei bituminösen Altabdichtungen muss vor Beginn der Arbeiten der feste Verbund zum Untergrund geprüft und lose, haftungsmindernde Bestandteile entfernt werden. Nur in Einzelfällen ist das komplette Entfernen der Altabdichtung notwendig. Um der erhöhten Feuchtigkeitsbelastung im Wand-Sohlen-Anschluss gerecht zu werden, ist in diesem Bereich die alte Abdichtung bis auf den mineralischen Untergrund zurückzubauen. Zur Herstellung einer optimalen Verbundhaftung zwischen neuer und alter Abdichtung steht mit der neuen Hybridabdichtung Multi-Baudicht 2K eine ebenso einfach zu handhabende wie wirkungsvolle Haftbrücke zur Verfügung s. Abbildung 6.

Abb. 6

 

Erläuterungen zu Abbildung 6:

1. Untergrund vorbehandeln, 2. Grundierung, 3. Haftbrücke, 4. Egalisierung, 5. Hohlkehle, 6. Sockelabdichtung, 7. Spritzbewurf, 8+9 Erste und zweite Abdichtungsschicht, 10. Wärmedämmung, 11. Anfüllschutz (dreilagig), 12. Sanierputz, 13. Putzabdichtung

 

 

Rohrdurchführungen von außen abdichten

Je höher die Belastung, desto sorgfältiger muss auf die Sicherheit der besonders sensiblen Bereiche einer Bauwerksabdichtung geachtet werden. Durchdringungen gehören dazu. Sie sind ein potentieller „wunder Punkt”. Das Rohrflansch-System hält bei allen Lastfällen zuverlässig dicht Der Remmers Rohrflansch wird mit speziellem Kleber dauerhaft und sicher auf dem Untergrund und mit dem Rohr verklebt. Diese Ausführung gewährleistet die optimale Anbindung zwischen der Rohrdurchführung, dem Rohrflansch und der Remmers KMB, s. Abbildung 7.

Abb. 7

 

Rohrdurchführungen nachträglich von innen abdichten

Durchdringungen wie Rohrdurchführungen für Strom, Wasser und Gas sind eine Herausforderung bei jeder Kelleraußenabdichtung. Bei einer fehlerhaften Ausführung konnte bisher nur die kostenintensive Ausschachtung und erneute Abdichtung der Fehlstelle zur Schadensbereinigung durchgeführt werden. Zeitaufwendige Reparaturen wie diese gehören dank einer speziellen Remmers-Systemlösung der Vergangenheit an. Durch Kombination aus Betofix R4 und der dauerplastischen Dichtungsmasse Remmers Stopaq lassen sich Wassereinbrüche an Rohrdurchführungen mit minimalem Aufwand von innen abdichten. Stopaq quillt bei Wasserkontakt auf und bildet durch seine Eigenschaften eine dauerhafte Abdichtung. Raumseitig entstandene Ausbruchsstellen werden mit Betofix R4 stabilisiert und ggf. in die Innenabdichtung einbezogen, s. Abbildung 8.

 Abb. 8

 

Dehnungsfugen

Am Bauvorhaben vorhandene Bewegungsfugen erfordern trotz der exzellent rissüberbrückenden Eigenschaften der Remmers KMB besondere Lösungen: Sie werden im System mit dem Remmers Fugenband abgedichtet. Dieses Spezialband ist mit einer Zugzone für die zuverlässige Aufnahme von Bewegungen versehen, so dass selbst größere Bewegungen des Bauwerkes nicht zu Undichtigkeiten führen. Remmers Fugenband B 200/E besitzt zwei Endstücke, so dass beispielsweise bei der Abdichtung eines Doppelhauses aufwändige Klebearbeiten entfallen. Dank spezieller Gewebekaschierung kann das Band beim Einsatz von Schlämm- und Bitumensystemen in die Fugenrandbereiche eingearbeitet werden. Das gewährleistet selbst auf nassen Untergründen optimalen Verbund, s, Abbildung 8

Abb. 9

 

Abdichtung von innen (Negativabdichtung)

Eine echte Alternative zur nachträglichen Außenabdichtung ist ein Abdichtungssystem auf der Innenseite der Kellerwand. Zur Gewährleistung von Qualität und Dauerhaftigkeit ist eine sorgfältige Untergrundvorbereitung unverzichtbar. Durch das gesamtheitliche Zusammen wirken einzelner System-Bausteine wie Untergrundvorbehandlung/Verfestigung, Innenabdichtung, Horizontalsperre und energetisch angepassten Schutzsystemen lassen sich so aus alten Kellerräumen hochwertig nutzbare Wohnräume erstellen, s. Abbildung 10

Abb. 10

Erläuterungen zu Abbildung 10:

1. Untergrund vorbehandeln, 2. Grundierung, 3. Haftbrücke, 4. Egalisierung, 5. Hohlkehle, 6. Erste Abdichtungsschicht, 7. Zweite Abdichtungsschicht, 8. Spritzbewurf, 9. Sanierputzauftrag, 10. Sanierputz glätten

 

Betonsohlenabdichtung

Eine vollständige Innenabdichtung bezieht immer die Bodenplatte mit ein. Eine besonders hochwertige und flexible Ausführung nach Stand der Technik wird mit dem Remmers KMB-System erreicht. Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen haben hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Rissüberbrückung und Dampfdichtigkeit. Die Bodenplattenabdichtung kann problemlos an die vertikale Innenabdichtung angeschlossen werden. Auf diese Weise ist eine fugenfreie, sichere Ausführung der Abdichtung gewährleistet, s. Abbildung 11.

Erläuterung zur Abbildung 11:

1. Grundierung, 2. Haftbrücke, 3. Erste Abdichtungsschicht, 4. Zweite Abdichtungsschicht

 

Risssanierung

Risse oder Hohlstellen in Kellern sind häufig gekoppelt mit Wassereinbrüchen. Sie beeinträchtigen nicht nur die Nutzung, sondern führen zu massiven Schäden der Bausubstanz. Um diesen Schäden richtig und dauerhaft zu begegnen, ist neben detaillierten Kenntnissen über Ursache, Art und Eigenschaften der Risse auch die Wahl des geeigneten Injektionsmaterials ausschlaggebend für eine erfolgreiche Sanierung. Zur Verdämmung von wasserführenden Rissen und Sickerstellen wird Remmers Rapidhärter eingesetzt. Nach Verdämmung werden Risse und Sickerstellen mit Injektionsharz PUR / 2K PUR verfüllt. Das Produkt wird in Beton oder Mauerwerk sowie zum Abdichten von Arbeitsfugen im Hoch- und Tiefbau verwendet. Durch die außergewöhnliche Kombination von Flexibilität und Verbundhaftung werden Risse dauerhaft sicher und flexibel abgedichtet, s. Abbildung 12.

Abb. 12

 

Drucklose Mauerwerksinjektion

Nachträgliche Querschnittsabdichtungen, die mittels Injektionsverfahren ins Mauerwerk eingebracht werden, haben sich bei fachgerechter Planung und Ausführung bewährt. Mithilfe derartiger Horizontal sperren wird der kapillare Feuchtetransport im Mauerwerk unterbunden und auf lange Sicht die Ausgleichsfeuchte oberhalb der Abdichtungsebene erreicht. Die Qualität einer nachträglichen Horizontalsperre ist in vielen Fällen nicht nur von den Eigenschaften des Injektionsstoffs, sondern auch von der Wahl des richtigen Injektionsverfahrens abhängig. Ob ein konventioneller Injektionsstoff mit oder ohne Druck injiziert werden muss, ist vom Durchfeuchtungsgrad (DFG) des zu sanierenden Bauteils abhängig.

Remmers Kiesol C zeigt gegenüber gewöhnlichen Injektionsstoffen gleich mehrere Vorteile: Es ist bei hohen Durchfeuchtungsgraden (DFG), bis 95 %, drucklos verarbeitbar und darüber hinaus so materialergiebig, dass es aufgrund seines hohen Wirkstoffgehaltes mit nur 15 % des Materials einer herkömmlichen Injektionscreme auskommt. Und das bei einmaliger Bohrlochbefüllung. Eine detaillierte Analyse des DFG kann mit diesen Sicherheitsreserven komplett entfallen, s. Abbildung 13.

Abb. 13

 

Erläuterungen zur Abbildung 13:

1. Bohrlöcher setzen, 2. Bohrlöcher reinigen, 3. Injektionscreme (drucklos) einbringen, 4. Bohrlöcher verschließen, 5. Vertikalen Abdichtungsstreifen herstellen (optional)

 

 

Mauerwerksinjektion mit Niederdruck

Vorbemerkungen: Bei einem Druck von ca. 5 bar wird das Mauerwerk über ein Packersystem sichtbar durchtränkt. Das Verfahren hat den Vorteil, dass größere Mengen Wirkstoff schnell, kontrolliert und sicher eingebracht werden können. Mit einer Mehrstufeninjektion sowie der Anwendung des Nass-in-Nass-Verfahrens kann die Sicherheit optional noch erhöht werden.

 

Niederdruckverfahren

Die Technik des Niederdruckverfahrens bietet als wesentlichen Vorteil die kontrollierte und schnelle Durchtränkung des Mauerwerks und die Anwendbarkeit auch bei hohen Durchfeuchtungsgraden von mehr als 80 %.

 

Nass-in-Nass-Verfahren

Beim Nass-in-Nass-Verfahren erfolgen die Verfüllung von Hohlräumen und das Einbringen des Injektionsmittels in das Mauerwerk über dieselben Bohrlöcher, also ohne zeitaufwendiges Nachbohren, s. Abbildung 14

Abb. 14

 

Schleierinjektion

Schleierinjektionen kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein Ausschachten der betroffenen Keller aufgrund von Überbauungen oder anderen Widrigkeiten (z. B. Rohrleitungen) nicht durchgeführt werden kann. Grundsätzlich können abdichtende Injektionen in ein Bauteil und/oder in den Baugrund als eigenständige Abdichtung bei allen Wasserbeanspruchungen angewendet werden. Das Injektionsmittel wird von innen in den Wandbildner bzw. in das anliegende Erdreich gepresst. Hier wirkt Injektionsgel 3K plus von Remmers als wasserquellfähiges Injektionsgel auf Acrylat-Methacylatbasis dauerhaft abdichtend und gleichzeitig auch tragfähigkeitserhöhend, verfestigend und stabilisierend. Flankierende Maßnahmen wie Injektionen gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit, kontrollierte Lüftung oder Trocknungsmaßnahmen sind objektspezifisch auszuwählen, s. Abbildung 15.

Abb. 15